Unterstützung bei der Berufswahl – „Guter Rat“ muss nicht teuer sein

Eltern gehören für Schülerinnen und Schüler auch heute noch zu den wichtigsten Ansprechpartnern, wenn es um Fragen rund um die Berufswahl oder die Wahl der richtigen Studienrichtung geht. Bei derzeit etwa 360 Ausbildungsberufen und über 12.000 Studiengängen den Überblick zu behalten, ist für Mütter und Väter aber nicht immer ganz so einfach.

IMG_6735Um diese rechtzeitig zu sensibilisieren für ihre wichtige Rolle bei der Berufsorientierung ihrer Kinder, hatte die Koordinierungsstelle Eltern aller Achtklässler in Lippe zum Informationsabend „Eltern im Übergang Schule-Beruf – Mein Kind im Übergang Schule-Beruf“ ins Detmolder Kreishaus eingeladen.

 

Über 200 Eltern erfuhren dort, wie sie ihre Kinder besser unterstützen können. Dass dies nicht immer einfach ist, mussten auch die Fachleute eingestehen. „Die Berufswahl der eigenen Kinder kann auch einen Fachmann, der sich täglich mit den verschiedensten Fragen zum Themenfeld Bildung auseinandersetzt, vor eine große Herausforderung stellen“, erklärte Markus Rempe, Vorstandsvorsitzender der Lippe Bildung eG.

Das Konzept der Fachleute gegen den Frust bei der Berufsorientierung klang an diesem Abend zunächst simpel: Mit den Kindern frühzeitig reden. „Wir erleben immer wieder, dass die wichtigen Gespräche über das zukünftige Berufsleben von den Eltern aufgeschoben werden“, erzählte Menzel. Die Kinder seien noch zu jung und sollten ihre Kindheit genießen, wären häufig gehörte Argumente. „Das ist falsch verstandene Rücksichtnahme. Auch wenn das Thema ‚Beruf‘ z.B. in der Grundschule noch weit weg ist, so können die Eltern doch schon die Stärken und Schwächen ihrer Kinder beobachten. Dann fällt es später leichter, die Jugendlichen richtig zu beraten und bei der Berufswahl zu unterstützen“, so Menzel weiter.

Neben den Mitarbeitern der Koordinierungsstelle waren zahlreiche Experten und Ansprechpartner für den Übergang Schule in den Beruf beim Informationsabend vor Ort und standen den Eltern für weitere Gespräche und Informationen zur Verfügung. Auszubildende des Kreises Lippe informierten über ihren eigenen beruflichen Entscheidungsweg; das ZDI-Zentrum Lippe.MINT präsentierte ein Solarmobil, das in der Zusammenarbeit mit dem Lüttfeld-Berufskolleg und dem Engelbert-Kaempfer-Gymnasium in Lemgo entstand; die Berufskollegs selbst informierten über ihre Angebote, ebenso wie die Handwerkskammer OWL, die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Detmold, das Jobcenter Lippe, die Hochschule OWL, die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe oder die Wirtschaftsjunioren Lippe. Die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen des Kreises Lippe waren durch drei Studien- und Berufswahl-Koordinatoren vertreten, die Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema Berufs- und Studienorientierung sind.

Der Informationsabend im Kreishaus war der Auftakt zu einer sechsteiligen Veranstaltungsreihe. Bis Anfang September wird die Koordinierungsstelle Schule-Beruf mit wechselnden Partnern verschiedene Aspekte der Berufsorientierung für Eltern beleuchten.

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