MINT Berufsorientierung 2011 ein Modell für die Zukunft!?

Unter diesem Motto ziehen Weidmüller, die Lippe Bildung eG und 4 Detmolder Schulen an einem Strang, wenn es um Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung im MINT-Bereich geht. Dieser neue Ansatz, der die MINT-BO systematisiert und erweitert wurde von den Kooperationspartnern am 30.03.11 einer breiten Öffentlichkeit von Unternehmen, Schulen, Kammern, Arbeitsagentur und VertreterInnen des Kreises vorgestellt.

Weidmüller, die Lippe Bildung eG und vier Detmolder Schulen haben heute ein Pilotprojekt zur Berufsorientierung in den so genannten MINT-Bereichen, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, vorgestellt. In dem neuen Ansatz haben die Partner ihre Anstrengungen in diesem Bereich zusammengeführt, systematisiert und erweitert. Ziel ist eine kontinuierliche Förderung der Jugendlichen, die eine fundierte Berufsorientierung und einen nahtlosen Übergang von Schule zu Beruf ermöglicht. Ins Leben gerufen haben das neue Konzept die Firma Weidmüller, das zdi-Zentrum Lippe.MINT sowie die Koordinierungsstelle Schule-Beruf (Schu.B) in Zusammenarbeit mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSS), der Heinrich-Drake-Realschule (HDR), der Realschule I (RS I) und dem Stadtgymnasium Detmold. Zur Vorstellung des Projekts kamen neben vielen Interessierten auch Landrat Friedrich Heuwinkel sowie Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher von Weidmüller, um ihre Unterstützung für das Projekt zu verdeutlichen.

„Alle Kooperationspartner sind auch bisher sehr engagiert in der Berufsorientierung gewesen. Neu an dem Konzept ist, dass die Maßnahmen systematisch aufeinander aufbauen und den Schülern und Schülerinnen so einen kontinuierlichen und tiefen Einblick in die Berufsfelder ermöglichen“, erläutert Wolfgang Gwiasda, Leiter der Ausbildung bei Weidmüller. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren kontinuierlich gefördert. Um dies zu erreichen, sind bereits bestehende Maßnahmen der Berufsorientierung erweitert, neue Maßnahmen entwickelt und zu einem ganzheitlichen Konzept zusammengefügt worden. Der Abschluss ist im Idealfall ein Praktikum in einem technisch-naturwissenschaftlichen Beruf und der nahtlose Übergang von der Schule in eine Ausbildung. „Unser Ziel ist es, Jugendliche für Technik zu begeistern und die Schülerinnen und Schüler mit technischen Interessen und Fähigkeiten als Nachwuchskräfte zu gewinnen“, so Gwiasda.

Die Berufsorientierung beginnt beispielsweise mit den „Roboter-Kursen“, die vom zdi-Zentrum bereits in den Klassen 7 der Kooperationsschulen angeboten werden. Spielerisch wird hier das Interesse an Technik mit den Lego Mind Storm-Baukästen geweckt. Dann folgt der sogenannte Schulparcours, bei dem die Schüler der 8. Klassen typische Arbeitsabläufe aus verschiedenen Berufsfeldern kennen lernen. Schüler mit hohem Interesse an technischen Berufen können anschließend im MINT-Parcours der Ausbildungswerkstatt von Weidmüller ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Praxis weiter erproben. Bis zu 120 Schüler pro Jahr können an dieser Veranstaltung teilnehmen. Bestätigt sich der Wunsch einen technischen Beruf zu ergreifen, stehen im Anschluss für bis zu 72 Schüler praxisorientierte Folgeprojekte begleitet durch die Ausbilder des Detmolder Unternehmens zur Verfügung.

„Die aufeinander aufbauenden Maßnahmen ermöglichen unseren Schülerinnen und Schülern, ihre Interessen zu vertiefen und ihre Stärken gezielt zu erfahren. Das ist ihre Chance auf eine nachhaltige Berufsorientierung, die zu einer fundierten Entscheidung für ein entsprechendes Praktikum oder sogar für eine Ausbildung führt“, sind sich Christiane Kociszewska, Schulleiterin GSS, und Eva Brinkmeier, Schulleiterin HDR, einig.

„Dieses anspruchsvolle Ziel können wir nur durch das hohe Engagement und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit der unterschiedlichen Partner erreichen – was hier beispielhaft demonstriert wird“, meint Dr. Angelika Kipp (zdi-Zentrum Lippe.MINT). Ihr Kollege Dirk Menzel (Schu.B) fügt hinzu: „Wir hoffen, dass das Kooperationsprojekt Nachahmer findet und auch über die Grenzen Detmolds hinaus zur systematischen Berufsorientierung Anwendung findet.“

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